Erstes Update zum NibelungenULTRA

Es läuft

Die Vorbereitung auf den NibelungenULTRA ist in vollem Gange. Bereits vor Weihnachten habe ich mein Training intensiviert und eine langfristige Struktur für das Training geplant. Heute möchte ich euch einen Einblick geben, wie die Planung aussieht und wo ich gerade stehe.

Außerdem gibt es ein paar Updates zu vermelden.

Panorama-Blick auf Lindenfels

Datum, Uhrzeit, Ort

Um mehr Vorbereitungszeit zu haben und da ich lieber laufe, wenn es etwas kühler draußen ist, hatte ich ursprünglich das erste Oktoberwochenende für den NibelungenULTRA angepeilt. Allerdings steigen auch die Schlechtwetterchancen (damit kann ich leben) und die Tage sind im Oktober doch schon eine ganze Ecke kürzer. Wenn man 20 bis 24 Stunden auf dem Trail ist, möchte man so viel Tageslicht wie möglich. Klar macht es auch mal Spaß im Dunkeln zu laufen, aber 12 Stunden Finsternis schlagen aufs Gemüt, zudem steigt die Verletzungsgefahr.

Also habe ich den Lauf einen Monat nach vorne verlegt – er wird jetzt vom 04. auf den 05. September stattfinden. Dabei starte ich vermutlich gegen 20 Uhr in Freudenberg am Main, kämpfe mich durch die Nacht, wenn ich noch frisch bin und komme dann wenn alles gut läuft zwischen 16 und 20 Uhr in Zwingenberg an.

Die Laufrichtung ist dabei bewusst gewählt, da dich denke, dass es im müden (zerstörten) Zustand besser für die Motivation ist, über Trails zu laufen, die ich kenne und quasi in die Heimat laufe.

Die Lunge brennt

Meine Lunge darf brennen, die Lunge unseres Planeten nicht!

Ganz besonders freue ich mich, bekannt zu geben, dass der NibelungenULTRA durch eine Spendenaktion für den WWF zum Erhalt der Wälder begleitet wird. Damit erhält der Lauf für mich ein noch stärkeres Warum. Das war mir wichtig, da ich nicht möchte, dass der Ultramarathon zur reinen Ego-Show wird. Er soll nichts sein, dass ich mir stolz ins Regal stelle, damit ich jedem erzählen kann, dass ich toll bin.

Die Lunge brennt fand ich genau das richtige Motto. Meine Lunge darf brennen, die Lunge unseres Planeten nicht. Im Kampf gegen den Klimawandel ist der Wald unser wichtigster Verbündeter, doch leider steht es um ihn nicht gut. Der Amazonas brennt, Australien brennt, Californien brennt; überall werden Wälder gerodet, um Anbauflächen für industriell erzeugte Nahrung zu schaffen – wo früher stolze Regenwälder stand, entstehen nun Monokulturen. Auch unseren heimischen Wäldern geht es nicht gut.

Wenn ich durch den Odenwald laufe, tut es mir im Herzen weh, wenn ich die vielen kaputten Bäume sehe, denen die Hitze und Trockenheit der letzten Jahre den Gar ausgemacht haben. Dazu werden viele Waldstücke auch einfach abgeholzt, um das Holz zur Sanierung der Kassen als Brennholz zu verkaufen.

Ich liebe den Wald. Er gibt mir Kraft, in ihm kann ich freier Atmen, das gefilterte Licht, das Rauschen der Bäume, die Gerüche und wie meine Füße auf dem Waldboden knirschen – kaum etwas bringt mir mehr Ruhe. Deshalb werde ich 10 Cent für jeden gelaufenen Trainingskilometer und einen Euro für jeden auf dem Nibelungensteig gelaufenen Kilometer spenden. Da ich voll auf meinen Erfolg setze, werden dadurch schon mal 500 Euro zusammenkommen.

Wenn du auch einen Beitrag leisten willst, kannst du das ab dem 01. Februar hier auf meinem Blog oder über Facebook spenden. Jeder Betrag ist willkommen und hilft.

Training und Vorbereitung

Den Hauptteil der Vorbereitung nimmt derzeit natürlich das Training ein. Aktuell steht die Grundlagenausdauer im Fokus, was nichts anderes heißt als langsames Tempo und lange Strecken. Im Moment komme ich mit sechs Laufeinheiten, regelmäßigen Mobilitätssessions und 2-3x funktionellem Training auf 15 bis 18 Trainigsstunden pro Woche. Für den Januar werden ca. 350 gelaufene Kilometer zusammenkommen.

Einen Einblick darein, wie mein Training im Einzelnen aussieht, werde ich euch in den nächsten Wochen mal geben. Wenn ihr mein Training mitverfolgen könnt (nur die Laufeinheiten), dann könnt ihr bei Strava einen Blick darauf werfen:

Mein Trainingstagebuch auf Strava

Allerdings gibt es auch andere Dinge, über die ich jetzt schon nachdenke. Einige hängen direkt mit dem Lauf zusammen, andere sind eher organisatorischer Natur.

Da mir die Spendenaktion sehr am Herzen liegt, versuche ich viel Aufmerksamkeit dafür zu generieren. Dazu gehört z.B. die Pressearbeit. Der Bergsträßer Anzeiger hat mir schon eine Berichterstattung zugesichert und auch im Regionalteil (Wolfratshausen/Bad Tölz) der Süddeutschen Zeitung wird es wohl einen Artikel geben. Dazu hoffe ich, dass das Bergzeit-Magazin einen Beitrag bringt und ich noch weitere Medien aufscheuchen kann. Wenn jemand das liest und mir helfen will, dann teilt mein Projekt (vor allem den Spendenteil) und redet darüber.

Auch die Details zählen

Auch wenn es noch ein Weilchen bis hin ist, mache ich mir aber derzeit auch schon Gedanken, um die Logistik des NibelungenULTRAS: Essen, Trinken, Equipment, Versorgung auf dem Trail etc.

Wusstest du, dass der Hauptgrund einen Ultralauf abzubrechen der Magen ist. Stundenlanges Auf- und Abschaukeln setzt ihm massiv zu, du hast einen gewaltigen Kalorienbedarf, aber du hast Probleme zu verdauen, da dein Blut in den Beinen ist und kaum etwas für den Magen übrigbleibt. Sich übergeben zu müssen (häufig sogar mehrmals), gehört leider zur Realität beim Ultralaufen.

Allerdings kann man im Vorfeld testen, welche Nahrungsmittel und Energiequellen man besser verträgt. Außerdem kann man den Magen daran gewöhnen, was auf ihn zukommt, in dem man mit vollem Magen losläuft und beim Training jede Stunde eine Kalorienmenge von ca. 250 kcal zu sich nimmt.

Ausprobieren, ausprobieren, ausprobieren – nur die Snickers haben heute keinen Platz mehr in meiner Ernährung 😉

Ähnliches gilt fürs Trinken. Welche Mischungen funktionieren? Ich teste Wasser mit Salz, Salztabletten, Zitronensaft im Wasser, Kokosmilch im Wasser, Apfelessig im Wasser – also alles, was mir auf natürliche Weise Mineralstoffe schenkt und den Körper basische einstellt.

Andere Themen, über die es nachzudenken gilt: Wie läuft es sich mit Laufweste, wie mit Hüftgurt, was ist wann besser? Mit welcher Klamotte fühlt man sich gut und vor allem mit welchem Schuh. Man kann das detailversessen nennen, doch der NibelungenULTRA ist kein organisierter, offizieller Ultramarathon, das heißt, dass ich mich um alles selbst kümmern muss. Und ich möchte nachher nicht an Details scheitern, die ich selbst beeinflussen kann.

Außerdem macht es mir ganz einfach Spaß zu planen ;-).

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